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Hermann Rückwardt - Bahnbrücke Liesenstraße, 1897
Liesenbrücken
Der gesamte Personen- und Güterverkehr zur Nordbahn, nach Neustrelitz, Stralsund und Stettin wurde über eine enge Schneise nördlich des Humboldt-Hains gleitet. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde die Brücke, 1896 nach denEntwürfen von Hildebrand, B. & Bathmann durch die Königliche Eisenbahndirektion errichtet.


Eine optische architektonische Maßnahme wird durch die Diagonalstreben hervorgerufen, die von den Endstützen der Portale zu Mitte immer feingliedriger werden, wo sie sich zierlich mehrmals überschneiden. Eine filigrane und materialsparende Ingenieursleistung.

Historische Sammlung Deutsche Bahn AG, HF-01-1500-B-562, Fotograf: unbekannt, , Liesenbrücken, 1938
Trotz der einzigartigen Details erinnert die Konstruktion stark an die Ursprünge der Fachwerkarchitektur und zählt stolz zu den Repräsentationsbauten des 19. Jahrhunderts. Mit der Verbindung und zahlreichen anderen wurden die Weichen, auf viele verschiedene Arten einer Industriemetropole gelegt.

Um den Verkehr Störungsfrei zu leiten wurden drei eingleisige Parabelträger in den Längen 82, 72 und 64 Metern Spannweite und ein zweigleisiger Parabelträger mit 94 Meter Spannweite errichtet.Dabei wurde der Boden, an der sich Garten-, Liesen-, Acker- und Scheringstraße kreuzen um 2,80 Meter gesenkt und die Gleise der Bahn um 2,20 Meter gehoben.

Dabei wurde der Boden, an der sich Garten-, Liesen-, Acker- und Scheringstraße kreuzen um 2,80 Meter gesenkt und die Gleise der Bahn um 2,20 Meter gehoben. Stützenfrei überragen die, inzwischen nur noch zwei, der vier Parabelbrücken den Kreisverkehr. Besonders auffallend sind die unterschiedlichen Krümmungen der Bögen, die auf die jeweiligen Längen der Brücken zurückzuführen sind.

Da die Brücken schräg über dem Kreisverkehr verlaufen, stellte man die Brückenauflager gestaffelt, was den Anschein eines extremen Gewirrs der Verbindungsglieder zur Folge hat.

1956/57 wurden die zwei westlichen Bogenkonstruktionen gegen eine neuerbaute Überführung ersetzt. Diese
beiden, jeweils auf zwei Doppelstützen ruhenden Blechträger werden heute noch von der Deutschen Bahn genutzt.

Durch die deutsch-deutsche Teilung wurden die beiden Parabelträgerbrücken nutzlos und seit über 60 Jahren rosten sie allmälich dahin. Die Situation hat sich bis heute nicht verändert, dies soll soll sich aber nun ändern.

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